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Intraoperativer
Ultraschall
Patienteninformation
Dr. Martin Stieve In der HNO-Klinik
der Medizinischen Hochschule werden jährlich ca.
1000 Tumorpatienten operativ versorgt. Dabei müssen
teilweise im Rahmen von großen aufwendigen Operationen
bis zu 10-stündige Eingriffe mit Organteilentfernungen
durchgeführt werden. Anschließend findet
eine teilweise bis zu mehrwöchige Intensivstationsaufenthalte
sowie eine anschließende stationäre und dementsprechend
angeschlossene ambulante Weiterbehandlung statt. Ob
eine chirurgische Maßnahme sinnvoll ist, hängt
entscheidend von der genauen präoperativen Bildgebung
sowie dem intraoperativen Befund ab. Im Einzelfall muß
intraoperativ ein Abbruch des Eingriffes durchgeführt
werden, weil sich eine Nichtresektabilität des
Tumors darstellt. In diesem Fall wird eine primäre
Radio-Chemotherapie durchgeführt, was im Gegensatz
zur potentiell kurativen chirurgischen Sanierung eine
erheblich schlechtere Überlebenschance bedeutet.
Ziel bei der Anwendung des intraoperativen Ultraschall
ist es, dem Operateur gezielte Informationen über
die Resektabilität bei Weichteileingriffen intraoperativ
zu liefern. Dadurch kann sich der Operateur schneller
ein Bild von der Situation machen und damit Risiken
in Form von Blutungen, Nervenschädigungen sowie
Funktionsverlust von Organen vermeiden. Durch die Bestimmung
von Resektionsgrenzen bösartiger Tumoren ist eine
sogenannte in-sano-Entfernung möglich, auf intraoperative
Schnellschnittdiagnostik kann im Einzelfall verzichtet
werden. Damit soll im Sinne der minimalinvasiven Chirurgie
einerseits eine möglichst radikale Entfernung von
bösartigen Tumoren erreicht werden, andererseits
jedoch eine Funktionalität gewährleistet werden.
Für den Patienten hat dies einen verkürzten
stationären Aufenthalt zur Folge sowie weniger
langwierige Nachbehandlungen von Funktionsstörungen,
die bei den herkömmlichen radikalen Tumorentfernungen
entstehen können.
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Ultraschall-Sonographie
Patienten Information
Dr. M. Stieve, N. Ahmadi
In den letzten Jahren hat sich die
Sonographie zum unentbehrlichen Bestandteil in der
Diagnostik von Erkrankungen im Kopf-Hals-Bereich entwickelt.
Ihr Einsatzgebiet erstreckt
sich von der differentialdiagnostischen Abklärung
von Weichteilbefunden über die präoperative
Diagnostik mit der Möglichkeit der gezielten Operationsplanung
und die postoperative Nachsorge bis zum Therapiemonitoring.
Durch die Fortschritte auf dem Gebiet der Gerätetechnik,
z.B. durch Einführung von hochauflösenden
Small-parts-Schallköpfen und schnelleren und leistungsfähigeren
Prozessoren hat sich heutzutage die diagnostische Aussagekraft
der Sonographie erheblich verbessert, so daß bei
vielen Erkrankungen die Ultrasonographie eine gleich
hohe oder gar höhere Zuverlässigkeit als andere
bildgebende Verfahren wie CT und MRT besitzt.
Die HNO-Abteilung der Medizinische Hochschule Hannover
verfügt über den modernen Ultraschallgeräten
mit der Möglichkeit zur Farbdopplersonographie,
3-D Sonographie und Endosonographie, die die Diagnose
und Therapie der ent-sprechenden Erkrankungen erleichtern
und dadurch zugleich die überflüssige Strahlenbelastung
für den Patienten durch andere aparativen Methoden
wie z.B. CT reduzieren. |
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