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Plastische Chirurgie kosmetische Gesichtschirurgie
Dr. M. Lenarz

Die plastische Chirurgie ist integraler Bestandteil der operativen Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie. Ihr Ziel ist die bestmögliche Wieder-herstellung der gestörten Form und/oder Funktion der den Kopf-Halsbereich betreffenden Regionen.

Grundsätzlich können zwischen angeborenen Fehlbildungen z. B. der Ohrmuschel (abstehende Ohren) oder erworbene Defekte durch Unfälle oder auch nach Entfernung bösartiger Tumoren unterschieden werden. Bei kleineren Veränderungen der Ohrmuschel oder auch der Nase kann durch entsprechende Modellierung des ortsständig vorhandenen Gewebes eine günstigere Ästhetik in vielen Fällen zufriedenstellend erreicht werden. Reicht das Gewebe (Knorpel, Haut etc.) nicht aus, wird in vielen Fällen bevorzugt patienteneigener Rippen-knorpel zum Wiederaufbau einer Ohrmuschel oder auch zur Korrektur einer sog. Sattelnase bevorzugt. Dadurch wird das Risiko von Abstoßungsreaktionen bei der Verwendung künstlicher Implantate (Silikon etc.) vermieden und außerdem das Risiko der Übertragung von Krankheiten bei der Verwendung von konser-viertem Knorpel in jedem Fall vermieden.

Sind durch Entfernung von fortgeschrittenen Tumoren im Kopf-Halsbereich ausgedehnte Defekte entstanden, müssen diese zur Wiederherstellung der Schluck-funktion durch geeignete Techniken rekonstruiert werden. Hier hat sich in den letzten Jahren durch die Möglichkeit der Verpflanzung von Gewebe vom Unterarm eine entscheidende Verbesserung der Wiederherstellung ergeben. Größere und volumi-nösere Defekte können mit Gewebe aus der Rücken-region unter Umständen auch mit anhaftendem Knochen zur Auffüllung tieferer Hohlräume verwendet werden.

Alternativ kann zur Wiederherstellung einer fehlenden Ohrmuschel oder auch bei Verlust der Nase eine sog. knochenverankerte Epithese Anwendung finden. Hier wird dann eine künstlich nachgebildete Nase oder auch Ohrmuschel aus Kunststoff an Knochenankern befestigt und bietet eine rasche und zuverlässige Wiederherstellung des ästhetischen Erscheinungsbildes, ohne umfangreiche Operationen vornehmen zu müssen.

Bei Notwendigkeit der Entfernung des Kehlkopfes bei ausgedehnten Tumoren in diesem Gebiet besteht die Möglichkeit der Wiederherstellung der Stimme durch Einsetzen einer sog. Stimmprothese. Dabei handelt es sich um ein Ventil, das in die Rückwand der Luftröhre in Richtung Speiseröhre eingesetzt wird und ein Sprechen nach Kehlkopfentfernung ermöglicht. Die Möglichkeiten der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie im Kopf-Hals-Bereich sind ausgesprochen umfangreich, und die Auflistung aller Verfahren sprengt bei weitem den Umfang dieser Darstellung, weshalb wir Sie in Ihren Fragen gerne individuell beraten.