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Ihre Position: //Klinisches Spektrum/Schnarchen und Schlaf-Atmungsstörungen
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Schnarchen und Schlaf-Atmungsstörungen

(OA Dr. S. Stolle)
Das Schnarchen (Rhonchopathie) ist in der erwachsenen Bevölkerung weit verbreitet. Das Schnarchen ist für den Patienten selbst ungefährlich, jedoch für die betroffenen Mitmenschen zum Teil erheblich störend. Das harmlose Schnarchen ist von der sogenannten obstruktiven Schlafapnoe zu unterscheiden, deren Leitsymptom das Schnarchen darstellt.

Das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS) ist gekennzeichnet durch wiederholte Episoden der Obstruktion der oberen Atemwege, die während des Schlafes auftreten und gewöhnlich mit einem Absinken des Sauerstoffgehaltes im Blut einhergehen. Die partielle oder kompletten Verlegung der oberen Atemwege führt zu Atemstillständen, die durch eine Weckreaktion (arousal) beendet werden. Dadurch wird der physiologische Schlafrhythmus gestört, der Schlaf ist nicht erholsam, Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen sind die Folge.

Die Diagnostik des Schnarchens setzt eine genaue Erhebung der Anamnese voraus. Neben der Erhebung der individuellen Schlafgewohnheiten können vielfach schon durch das genaue Befragen des Patienten und  seines Schlafpartners Hinweise gewonnen werden, ob möglicherweise zusätzlich ein obstuktives Schlafapnoesyndrom vorliegt.

Um diese Erkrankungen gezielt behandeln zu können sind spezielle Untersuchungen unter anderem eine Schlaflabordiagnostik (Polysomnographie = Messung aller für die Schlafstadien relevanten Daten einschließlich Atmungs- und Kreislaufparameter) notwendig. Erst dann lässt sich entscheiden ob konservative oder vielleicht sogar chirurgische Verfahren zum Einsatz kommen müssen um den Patienten wider zu einem erholsamen Schlaf zu verhelfen.

Konservative Maßnahmen:

  • Gewichtsabnahme
  • Vermeidung einer sehr späten Nahrungsaufnahme
  • Reduktion des abendlichen Alkoholkonsums
  • Einnahme einer günstigen Schlafposition
  • Behandlung von Allergien
  • Regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Kühle Schlafzimmertemperatur

Soweit hierdurch keine ausreichende Besserung erzielt wird, ist derGoldstandard in der Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen die nasale Überdruckbeatmung (CPAP).

Operative Therapiemaßnahmen:

  • An der Nase
    • Nasennebenhöhlen-Operation
    • Nasenscheidewand-Operation
    • Nasenmuscheln-Operation
  • Am weichen Gaumen
    • Mandel-Operation
    • Klassische Weichgaumenplastik
      (UPPP = Uvulo-Palato-Pharyngo-Plastik)
    • Laserassistierte Weichgaumenplastik
      (LAUP = Laser-Assistierte Uvulopalato-Plastik)
    • Versteifung des Weichgaumens (Implantate)
    • Radiofrequenz Volumen-Reduktion
  • Am Zungengrund
  • Am Zungenbein